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Hessischer Verlagspreis 2026 am 23. Juni verliehen

Feierliche Preisverleihung im Presseclub der Villa Clementine
Erstellt am 24.06.2026


Minister Timon Gremmels überreichte am 23. Juni 2026 im Presseclub des Wiesbadener Literaturhauses Villa Clementine in feierlichem Rahmen den Hessischen Verlagspreis.

Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis geht an die Frankfurter Verlagsanstalt. Den Sonderpreis in Höhe von 7.000 Euro bekommt die Büchergilde Gutenberg Verlagsgenossenschaft. Beide Verlage haben ihren Sitz in Frankfurt.

 Mir drängte sich immer wieder das Wort des »verlegerischen Urgesteins« auf, wenn ich im Vorfeld dieser Preisverleihung die Begegnungen mit Joachim Unseld Revue passieren ließ, von dem wegen der neo rauchschen Buchcovergestaltung mit den Buchhändlern hadernden bis hin zu dem über alle Köpfe hinweg lachenden – immer voller Überraschungen, wie sein nächstes Programm. Insgesamt ein gewichtiges literarisches Programm, für das der Hauptpreis beinahe als überfällig bezeichnet werden muss.“ , so Lothar Wekel, Vorsitzender unseres Landesverbandes. Und weiter: „Im 102. Jahr seines Bestehens wirbt die BÜCHERGILDE GUTENBERG mit »Willkommen bei den schönen Büchern«, und dies als Buchgemeinschaft, über die große Firmen im Land schon vor Jahren sagten, der Leser wolle eine solche Bindung nicht mehr. In den letzten Jahren sind wieder »BuchClubs« jeder Ausprägung entstanden, allerdings ist diesen die BÜCHERGILDE wieder einen Schritt voraus, da es ihr nicht nur um Bücher mit irgendwelchen Inhalten geht, sondern um ein ausgewähltes, kuratiertes Buchangebot mit besonderen Stoffen in ausgezeichneter Gestaltung und Herstellung.

Auch die Verlage, die in diesem Jahr auf der shortlist des Hessischen Verlagspreises stehen, wurden in der Begrüßungsrede von Lothar Wekel gewürdigt: „Letztlich möchte ich auch den Verlagsmitarbeitern der auf der shortlist gelandeten Unternehmen gratulieren: dies sind brandes & apsel, der Büchner Verlag und die edition W. Vielleicht gehören diese Verlage aus Hessen schon im nächsten Jahr zu den Prämierten – wir wünschen ihnen weiter viel Erfolg!

Die Jury begründet die Ehrung der Frankfurter Verlagsanstalt wie folgt: „Ein geradezu altmodisches Beharrungsvermögen, der Wille, das eigene Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, und die Bereitschaft zur Neuerfindung schließen sich in der Arbeit dieses Verlages nicht aus. Sie scheinen einander sogar zu bedingen. Eine Folge davon ist, dass die Frankfurter Verlagsanstalt nach 2021 zwingend erneut den Hessischen Verlagspreis verdient hat.“

Über die Büchergilde Gutenberg Verlagsgenossenschaft sagte die Jury: Seit der Gründung der demokratischen und unverkäuflichen Verlagsgenossenschaft im Jahr 2014 steht die Büchergilde mehr denn je für die Verbindung von Gemeinschaft, kultureller Verantwortung und verlegerischer Unabhängigkeit. Durch das besondere und im Sinne der Demokratie so notwendige Genossenschafts-Modell wird bibliophilen Menschen aller Altersgruppen, und allen, die es werden wollen, ein Zuhause geboten. Mit ihren aufwendig gestalteten Vorzugsausgaben setzt die Büchergilde zugleich ein deutliches Zeichen gegen Schnelllebigkeit und Formatroutine. Die Kombination aus gestalterischer Präzision, inhaltlicher Relevanz und handwerklicher Fertigung macht jede Vorzugsausgabe zu einem eigenständigen bibliophilen und gestalterischen Statement.”

 


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