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2018 wurde der „Hessische Verlagspreis" vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst erstmals ausgelobt.

Partner der Aktion ist der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. Der Preis ist insgesamt mit 20.000 Euro dotiert und soll zukünftig jedes Jahr verliehen werden. Neben dem Hauptpreis, der mit 15.000 Euro dotiert ist, gibt es auch einen Nachwuchspreis in Höhe von 5.000 Euro für Gründer, die innerhalb der letzten 5 Jahre vor der Preisverleihung einen Verlag neu gegründet oder übernommen haben.

Bewerben können sich alle konzernunabhängigen Verlage mit Firmensitz in Hessen, deren jährlicher Umsatz unter 2 Mio. Euro liegt. Die Verlagsstrategie und das Gesamtprogramm stehen im Mittelpunkt, nicht einzelne Bucherfolge oder bekannte Autoren. Die Ausschreibung richtet sich damit bewusst an alle Verlagssparten (Belletristik, Lyrik & Sachbuch, Fachbuch & Wissenschaft sowie Kunst- & Regionalbuch).

Vorbehaltlich der Zusage des Ministeriums wird der Preis auch 2020 wieder vergeben.

Bewerbungsschluss ist voraussichtlich der 15.04.2020.

Die Bewerbungsunterlagen werden hier rechtzeitig zum Download bereit gestellt. Interessierte Verlegerinnen und Verleger können sich vorab anhand der Bewerbungsunterlagen aus 2019 über die Voraussetzungen informieren.

Die Bewerbungsunterlagen 2019:

Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe der beiden Preise, die im Rahmen einer Feierstunde von Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn verliehen werden.

Preisträger 2019

Hauptpreis: Schöffling & Co., Frankfurt am Main

Aus der Begründung der Jury:

„Mit Schöffling & Co. aus Frankfurt ehrt die Jury ein Unternehmen, das vorbildlich zeigt, wie man sich als literarischer Verlag erfolgreich auf einem immer schwierigeren Buchmarkt behauptet. Seit seiner Gründung legt man bei Schöffling Wert darauf, das eigene Programm so zu gestalten und die eigenen Geschäfte so zu führen, wie man selbst es will. Klaus Schöffling, seine Frau Ida und ihre Mitarbeiter setzen nicht nur auf die Veröffentlichung einzelner Bücher, sondern auf das ganze Werk der Autoren des Verlags. Diese binden sie gerne so lange wie möglich an sich. Schöffling denkt zudem nicht nur in Romanen, sondern veröffentlicht auch Erzählungen und Gedichtbände. [...]“

Sonderpreis: Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main

Aus der Begründung der Jury:

„Mit dem Frankfurter Mabuse-Verlag zeichnet die Jury einen Fachverlag aus, der in den Jahren nach 1976 Schritt für Schritt aus einer Zeitschrift kritischer Frankfurter Medizinstudenten hervorgegangen ist. Sie wird bis heute als Zweimonatsschrift weitergeführt. Im Laufe der Verlagsgeschichte kamen zahlreiche Buchveröffentlichungen zu immer mehr Gesundheitsthemen wie Pflege und Demenz hinzu. Die Monographien, medizingeschichtlichen Werke, Erfahrungsberichte und Reihen des Verlags widmen sich Krankheiten und Notsituationen, die auf dem Buchmarkt sonst oft im bloßen Ratgeber enden, mit einem ganz eigenen Blick, der medizinisches Personal zu kritischer Sorgfalt und Patienten zur Mündigkeit ermuntern will. [...]“

Preisträger 2018

Hauptpreis: Rotopol, Kassel

Aus der Begründung der Jury:

„Mit Rotopol aus Kassel ehrt die Jury einen Verlag mit einer ganz besonderen Ausrichtung, einer außerordentlich klaren Vorstellung vom eigenen Tun und bemerkenswertem Durchhaltevermögen. Das vor zwölf Jahren gegründete […] Unternehmen setzt auf grafische Erzählformen und bringt Bücher zwischen Comic und Illustration heraus. Sein ungewöhnliches Geschäftsmodell kreist um die Werkstatt und Ladengalerie des Verlags, setzt auf eine möglichst enge Zusammenarbeit mit den Autoren und sucht mit regelmäßigen Veranstaltungen die Nähe zum Kunden. Rotopol verbindet Verlegerisches, Künstlerisches und Marketing in gekonnter Weise. …“

Gründerpreis: Büchner-Verlag, Marburg

Aus der Begründung der Jury:

„Mit dem Marburger Büchner-Verlag zeichnet die Jury ein Verlagshaus aus, das vier abenteuerlustige Angestellte eines anderen Unternehmens […] übernommen haben. Mit Mut und Tatkraft haben sie sich selbständig gemacht und einen Verlag erworben, den sie eigenen Vorstellungen gemäß umgestalten wollen. In kurzer Zeit ist es Ihnen gelungen, dem Programm ein geschärftes Profil zu geben. Mit der Zuerkennung des Gründerpreises ehrt die Jury neben dem beherzten Bekenntnis der vier zur Zukunft der Buchbranche auch den Rückgriff auf das altehrwürdige, von den neuen Besitzern wiederentdeckte genossenschaftliche Betriebsmodell des Verlags.“