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Von der Frankfurter Buchhändler-Vereinigung zum Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland e.V.

Als die amerikanischen Truppen 1945 im Rahmen der Vereinbarungen von Jalta Leipzig räumten, legten sie einen Markstein für die zukünftige Entwicklung des Buchhandels- und Verlagswesens in den Westzonen. In einer Nacht- und Nebelaktion wurden die Habseligkeiten einer Gruppe von Verlagen (darunter das Original der Casanova-Biographie aus dem Hause Brockhaus) und des bisherigen Börsenvereins, der Standesorganisation der Buchhändler und Verleger, auf Lastwagen in einer abenteuerlichen Fahrt nach Wiesbaden gebracht. In die Räume des unzerstörten Badhauses Pariser Hof zogen so illustre Unternehmen des deutschen Verlagswesens wie Insel, Brockhaus, Breitkopf und Härtel, Diederichs, Thieme und eben auch der Kern eines neuen Berufsverbandes.

Im Rahmen der Überlegungen Frankfurt am Main zur neuen West-Bundeshauptstadt zu machen, entschlossen sich die Verantwortlichen, den künftigen Sitz einer Standesorganisation in Frankfurt zu installieren. Bis 1948 verboten die alliierten Bestimmungen, einen „zonenübergreifenden“ Verband zu gründen, daher entstanden in den West-Bundesländern buchhändlerische Organisationen auf Landesebene – die buchhändlerischen Landesverbände.

1945

Im Juli 1945 wurde die „Frankfurter Buchhändler-Vereinigung“ gegründet und im Dezember 1945 in den „Arbeitsausschuss für den Buchhandel in Groß-Hessen“ umgetauft.

1946

Ab August 1946 trat er als „Hessischer Buchhändler-Verband“ in die Öffentlichkeit. Auf seine Initiative geht die erste Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche zurück, die erstmals 1949 stattfand.

1948

Als Zusammenschluss der buchhändlerischen Landesverbände der amerikanischen und britischen Besatzungszonen gründet sich der „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“ mit Sitz in Frankfurt am Main.

1949

Im Juni 1949 fand die vierte Umbenennung des heutigen Landesverbandes in „Hessischer Verleger- und Buchhändler-Verband“ statt.

1991

Die beiden Deutschen Börsenvereine (Frankfurt am Main und Leipzig) schließen sich zusammen.

2002

Der Hessische Verleger- und Buchhändler-Verband tritt dem Kooperationsvertrag der Landesverbände Rheinland-Pfalz und Saarland bei. Die Mitgliederbetreuung der drei Landesverbände wird in der gemeinsamen Geschäftsstelle in Wiesbaden konzentriert.

2003

Der Börsenverein und die Landesverbände schließen sich zu einem Gesamtverein zusammen. Der „Hessische Verleger- und Buchhändler-Verband“ firmiert künftig als „Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Hessen e.V.“

2012

Der seit 2002 mit den Landesverbänden Rheinland-Pfalz und Saarland kooperierende, bisher rechtlich selbständige Landesverband Hessen verschmilzt mit den beiden Kooperationspartnern zu einem gemeinsamen Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland.