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Jahreshauptversammlung des Landesverbandes

In Corona-Zeiten: die "Sonderedition" einer Jahreshauptversammlung – geprägt durch Maskenpflicht und Abstandsregeln!
Erstellt am 02.09.2020


Am Montag, 31. August 2020 hat der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland e.V. im großen Saal der Wiesbadener Casino-Gesellschaft als zweiter Landesverband in diesem durch Corona bestimmten Jahr seine Jahreshauptversammlung abgehalten.

27 Vertreter*innen aus Mitgliedsfirmen waren persönlich anwesend (26 davon mit Stimmrecht). Außerdem gab es 31 Stimmrechtsübertragungen, so dass 57 Stimmen im Raum waren – mehr als in den letzten Jahren bei einer JHV. Das Werben des Vorstands und der Geschäftsstelle für Mitbestimmung hatte Früchte getragen. Neben den üblichen Regularien, wie der Entlastung des Vorstands und der Genehmigung der kommenden Jahresetats, standen mit einer Beitragsanpassung und der Entscheidung über die zukünftige Anlagestrategie für das Vereinsvermögen des Landesverbands auch gewichtige Themen auf der Tagesordnung.

Eine lange und sehr ernsthafte Diskussion gab es um die, vom Vorstand vorgeschlagene, Beitragsanpassung. Der Vorstand hatte gestaffelte Steigerungsraten über drei Jahre (2021-2023) vorgeschlagen und alle Mitglieder bereits im Vorfeld darüber informiert.

In den Beitragsgruppen 1 bis 5 um je 5 %, in den Beitragsgruppen 6 bis 14 um je 7,5 % und in den Beitragsgruppen 15 bis 43 um je 10 % in den drei nächsten Jahren. Auch der Vorstand hatte das Für und Wider natürlich vorab ausführlich besprochen, sah eine Anpassung aber als erforderlich, um die Fehlbeträge des Landesverbands nicht dauerhaft mit dem Vereinsvermögen ausgleichen zu müssen. Der Landesverband hatte seit 22 Jahren die Beiträge der Mitglieder nicht erhöht und hat von allen Landesverbänden die niedrigsten Beiträge erhoben.

Der Vorstand machte deutlich, dass das Problem auf der Einnahmenseite liegt: Die sinkenden Mitgliedereinnahmen und sinkenden Zinserträge könnten nicht mehr nur über Sparmaßnahmen aufgefangen werden, auch mit den Ausschüttungen der Beteiligungs-Gesellschaft kann in Krisenzeiten nicht zuverlässig gerechnet werden. Dabei wurde auch herausgestellt, dass der Landesverband durchaus noch einmal Sparanstrengungen plant: Das umfangreiche Seminarprogramm wird mindestens für zwei Jahre ausgesetzt. Nur noch einzelne Fortbildungsthemen werden auf Wunsch von Mitgliedern oder bei aktuellen Erfordernissen angeboten. Die Stelle einer Mitarbeiterin, die 2021 in Vorruhestand geht, wird nicht nachbesetzt und die Geschäftsstelle vermietet einen Teil ihrer Räumlichkeiten unter.

Die Rechnungsprüfer haben den Vorschlag des Vorstands unterstützt. Perspektivisch komme man nicht um das Thema herum. Die Defizite könnten nicht sehr lange über die Rücklagen ausgeglichen werden. Grundsätzlich gab es viele Stimmen für eine Beitragsanpassung – allerdings zu einem späteren Zeitpunkt. Es wurde festgehalten, direkt auf der Versammlung über einen alternativen Zeitpunkt abzustimmen, wenn der Vorschlag des Vorstands abgelehnt würde. Dieser wurde jedoch in der Abstimmung mit 33 zu 19 Stimmen angenommen (5 Enthaltungen) und somit ist die Beitragsanpassung beschlossen und wird ab 2021 stufenweise umgesetzt.

Dies bedeutet, dass beispielsweise in Beitragsgruppe 5 im ersten Jahr € 9,10 mehr Jahresbeitrag anfallen und sich der Jahresbeitrag in dieser Beitragsgruppe ab 2023 dann um € 28,69 erhöht. Unternehmen in Beitragsgruppe 5 machen zwischen 168.000 und 200.000 € Umsatz.

Was die Anlagen angeht, wurde die Konsolidierung der Vereinskonten begrüßt und der Vorstand im Rahmen einer konservativen Anlagementalität unterstützt, bei der – wenn auch geringe – Zinserträge ausgeschüttet werden.

Insgesamt wurden 7 Beschlüsse gefasst. Bei den Satzungsänderungen, über die positiv abgestimmt wurde, ging es darum, die Bemessungsgrenze für eine Assoziierte Mitgliedschaft anzupassen sowie die Möglichkeit in der Satzung zu verankern, dass von Assoziierten Mitgliedern ein Umsatznachweis eingefordert werden kann.

Selten gab es im Vorfeld einer Versammlung so viele Gespräche über die Tagesordnungspunkte wie 2020. Dass die Mitbestimmung im Verband in Corona-Zeiten leidet, sieht die Vorsitzende Barbara Jost nicht, wie sie in der Sonntagsfrage des Börsenblatts ausführt. Die lebhafte Jahreshauptversammlung bestätigt dies.

Im kommenden Jahr stehen Vorstandswahlen an und es werden Kandidaten gesucht. „Ich freue mich, wenn Mitglieder, die Interesse an einem Vorstandsamt haben, auf mich zukommen“, schreibt Andrea Wolf im Jahresbericht des Landesverbands. Und Barbara Jost ergänzt: „Der Vorstand setzt sich aus Mitgliedern aus den drei Bundesländern und gleichzeitig aus den drei Sparten zusammen. Das macht die Arbeit und den Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen so interessant und vielfältig. Dadurch entsteht ein tiefes Verständnis für die gesamte Branche und es wird ein Vernetzen in alle Richtungen möglich."

Auf dieser Detailseite finden Sie den Jahresbericht 2019.


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